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Krickenbecker Seen und Kleiner De Wittsee

Im Naturschutzgebiet „Krickenbecker Seen und Kleiner De Wittsee“ findet man eine Vielfalt an Lebensräumen vor. Sie reichen von nährstoffreich und feucht an den Krickenbecker Seen bis hin zu nährstoffarm oben in den Hinsbecker Höhen. Diese Vielfalt sucht in der niederrheinischen Landschaft ihresgleichen und bietet vielen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum.

Hier gelangen Sie zum Video über das Naturerlebnisgebiet Krickenbecker Seen. Neben den Seen stellen wir weitere Lebensräume im Gebiet vor. Außerdem erfahren Sie, wie diese geschützt, gepflegt und entwickelt werden.

Ursprung der vielfältigen Landschaft: Das Niedermoor

Herzstück des etwa 720 ha großen Schutzgebietes sind die Krickenbecker Seen, die dem Gebiet seinen Namen gaben. Die Krickenbecker Seen sowie alle weiteren Nette-Seen sind keine natürlich entstandenen Seen, sondern so genannte alte Torfstiche. Sie entstanden durch menschliche Eingriffe in die über Jahrtausende gewachsene Niedermoorlandschaft, indem Torf abgebaut wurde. Mit der Zeit füllten sich diese Torfstiche mit Grundwasser.

Die vier Krickenbecker Seen liegen kleeblattartig um das Schloss Krickenbeck, das bereits stand, als die Seen entstanden sind. Es sind der Hinsbecker Bruch, Glabbacher Bruch, Schrolik und Poelvenn. Die Namensendungen „Venn“ und „Bruch“ weisen auf den sumpfigen Ursprung der Seen hin.

Ein Paradies für Wasservögel

Das Nahrungsangebot der nährstoffreichen Seen zog schon vor über hundert Jahren zahlreiche Vögel an. Die Bedeutung der Seen als Brut- und Rastplatz für Wasservögel, aber auch die üppige Unterwasserflora führten bereits 1938 zur Ausweisung der Krickenbecker Seen als Naturschutzgebiet. Je nach Jahreszeit kann man auf den Wasserflächen Krick- und Tafelenten, Schnatter- und Reiherenten oder auch Löffelenten und Gänsesägern entdecken. Das ganze Jahr über sind Graugänse anzutreffen. Als Rastvögel können im Frühjahr und Herbst neben Bläss- und Saatgänsen auch durchziehende Fischadler beobachtet werden. Häufig sind auch Haubentaucher, Bläss- und Teichhühner zu sehen.

Moore und Laubwälder

Verlässt man auf einem Spaziergang den Bereich direkt an den Seen, so gibt es auch dort vieles zu entdecken. Östlich der Seen machen die Hinsbecker Höhen mit etwa 70 m bis 80 m Höhe ihrem Ruf als „Hinsbecker Schweiz“ alle Ehre. Nicht nur große Bereiche alten Laubwaldes, auch Moore prägen dieses Gebiet. Im Schutzgebiet können Spaziergänger einen schönen Ausblick auf ein Hangmoor am Fuße des Taubenbergs genießen. Typische Pflanzenarten dieses Quellmoors sind der duftende Gagelstrauch, die Gelbe Moorlilie, die rosa blühende Glockenheide und der fleischfressende Sonnentau.

Tolle Bilder aus dem Naturschutzgebiet Krickenbecker Seen: Die Biologen unserer Station zeigen die außergewöhnlichen Lebensräume im Naturschutzgebiet und stellen einige hier lebende Arten vor. Außerdem erläutern Sie, wie diese geschützt und gefördert werden. Zum Schluss gibt es einen filmischen Abstecher ins Infozentrum der Biologischen Station Krickenbecker Seen.