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Aktuelle Meldung - Detailansicht

Vogelschutz am Infozentrum erfolgreich!!!

Immer wieder wurden am Foyer des Infozentrums verletzte oder tote Vögel aufgefunden. Um dies zukünftig zu verhindern gibt es jetzt am Glasfoyer eine sogenannte Vogelschlagfolie. Diese konnte durch den Förderverein der Biologischen Station finanziert werden.

Vögel nehmen transparenten Glasscheiben nur selten als Hindernis wahr, denn sie sehen nur die für sie interessante Umgebung, die durch das Glas scheint oder sich darin spiegelt. Dadurch prallen sie oft mit hoher Fluggeschwindigkeit gegen die gläsernen Fronten, brechen sich das Genick oder ziehen sich eine tödliche Gehirnerschütterung zu. Wenn Vögel mit den Glasscheiben von Fenstern, Wintergärten oder auch zum Bespiel Schallschutzwänden kollidieren, wir dies Vogelschlag genannt. Laut einer 2017 erschienenen Publikation der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarte verunglücken in Deutschland jedes Jahr etwa 100 Millionen Vögel auf diese Weise. 

Abhilfe schaffen sogenannte Vogelschlagfolien, die die Glasfronten für die Vögel sichtbar machen. Am bekanntesten sind wohl die Greifvogelsilhouetten. Diese werden aber mittlerweile als unwirksam eingestuft. Sie stellen zwar ein punktuelles Hindernis dar, aber das Glas drumherum ist weiterhin für die Vögel nicht wahrnehmbar. Zudem nehmen die Vögel die Silhouetten nicht als Fressfeinde wahr und haben daher auch keine Angst vor ihnen. Wie Studien zeigen sind Folien die aus bestimmten Mustern und Abständen bestehen deutlich effektiver, diese können auch individuell erstellt werden. 

Das wurde auch am Glasfoyer des Infozentrums umgesetzt. Ein hellgraues Streifenmuster ziert nun den Eingangsbereich des Infozentrums und umspielt den Schriftzug „Infozentrum Krickenbecker Seen“. Nachdem die Vogelschlagfolie an der Seitenfront angebracht worden ist, wurden keine toten oder verletzten Vögel mehr gefunden. Somit ist sind die Glasflächen für Vögel sichtbar geworden. Ein voller Erfolg!

Falls jemand dem Beispiel folgen möchte, kann er sich für Tipps gerne an das Infozentrum wenden.

Terug