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Aktuelle Meldung - Detailansicht

Die Knoblauchkröte kehrt zurück

Dank einer Spende der Sparkasse Krefeld begann die Biologische Station Krickenbecker Seen letztes Jahr das "Projekt zur Optimierung des einzigartigen Amphibien- und Reptilienbestandes im südwestlichen Grenzwald des Kreises Viersen“ beginnen. Die Wiederansiedlung der Knoblauchkröte ist ein wichtiger Bestandteil, denn sie ist im Kreis Viersen ausgestorben und die am stärksten bedrohte Amphibienart in NRW.

Am 13. Juni machten sich die Verantwortlichen des Kreises Viersen und der Biologischen Station bei einem Geländetermin ein Bild von den Projektarbeiten vor Ort. Mit Gummistiefeln ging es raus ins Naturschutzgebiet Lüsekamp und Boschbeek. „Hier gibt es geeignete Lebensräume für die Kröten wie nährstoffarme, sandige Gebiete mit kleineren, fischfreien Gewässern“, erläutert Dr. Ansgar Reichmann, Leiter der BSKS.

Verläuft alles nach Plan, sollen mehrere hundert Kaulquappen im Juni 2020 im Lüsekamp ausgesetzt werden und eine neue Knoblauchkröten-Population aufbauen. Die Kaulquappen werden derzeit in einer Zuchtstation im Münsterland gezogen, die Alttiere stammen aus einem Restvorkommen von Knoblauchkröten im niederländischen Meinweg-Gebiet. Um den Erfolg der Wiederansiedlung zu überprüfen, werden die Biologen mindestens sechs Jahre lang die Laichgewässer mit Hilfe eines Unterwassermikrofons kontrollieren.

Zusammenarbeit zwischen Kreis Viersen und Biologischer Station
Um den Kaulquappen im kommenden Sommer beste Bedingungen bieten zu können, sind bereits die Fressfeinde (Fische) aus einigen Gewässern im Naturschutzgebiet umgesiedelt worden. Zudem hat Projektleiter Peter Kolshorn von der BSKS Ufergehölze entfernen lassen und Totholzhaufen als Rückzugsräume angelegt. Landrat Dr. Andreas Coenen freut sich über die Zusammenarbeit zwischen Kreis Viersen und BSKS: „Nicht erst, seit die Themen Artensterben und Biodiversität in aller Munde sind, sondern seit mehr als 30 Jahren arbeiten wir erfolgreich zusammen."

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